Heizen ist Luxus – Spekulationsgeschäft Heizöl treibt Preise auf die Spitze

Die AK-Erhebung der Heizölpreise hat ergeben, dass sich in den letzten drei Jahren der Preis fast verdoppelt hat. Es gibt kaum Alternativen, wird doch in Tirol knapp die Hälfte der Häuser mit Öl beheizt.

“Wenn man beim Autofahren noch eventuell noch auf Bus oder Bahn umsteigen kann, so käme beim Heizen ein Umstieg teuer“, sagt AK-Präsident Erwin Zangerl. Tiroler Haushalte müssen nicht nur bei Benzin, sondern auch bei Heizöl derzeit so tief in die Tasche greifen wie noch nie. Ein Liter Heizöl inkl. Steuern kostet diese Herbst mehr als einen Euro, und das auch bei einer Abnahmemenge von 3.000 Litern. Heizöl kostet derzeit sogar etwas mehr als im Frühjahr 2008 und 2012, als der bisherige Höchststand erreicht wurde.

Somit kostet ein voller 3000-Liter-Tank um fast 1.500 Euro mehr als noch im Sommer 2009.

Dass Heizöl im Frühjahr und Herbst aufgrund der geringeren Nachfrage günstiger wird, ist schon seit einigen Jahren nicht mehr zu beobachten. Grund dafür: der Rohölpreis an den internationalen Märkten wird von Spekulanten maßgeblich beeinflusst und nicht von der Nachfrage. Gefordert werden deshalb Maßnahmen gegen Spekulationen auf europäischer Ebene.

In Tirol sind nach wie vor die Hälfte der Gebäude mit Heizöl befeuert. Ein Umstieg zu einem – derzeit – günstigeren Energieträger ist aber auch teuer. Preise vergleichen: Die Unterschiede zwischen den Anbietern sind bei größeren Abnahmemengen nur wenige Cent pro Liter (ein Cent bei 3000 Litern eine Ersparnis von 30 Euro). Bei Abnahmemengen von weniger als 1000 Litern gibt es Preisunterschiede von 10 Cent pro Liter.

Die Preise werden nicht mehr von den Händlern vor Ort bestimmt, sondern von internationalen Rohölmärkte und Warenterminbörsen beeinflusst: 1996 Anteil der Spekulanten 7 %; Heute sind 63 % (!)

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